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Praxis für offene Kernspintomografie

Dr. med. Sebastian Retzlaff
Facharzt für diagnostische Radiologie

MRT-gestützte Schmerztherapie an den Nervenwurzeln der LWS (MR-PRT)

Bei der periradikulären Therapie (PRT, übersetzt: Behandlung nahe der Nervenwurzel) werden schmerzstillende und/ oder entzündungshemmende Medikamente durch Injektion in unmittelbare Nähe der Nervenwurzel eingebracht.

Bei dem Eingriff wird nicht die Ursache für die Wurzelreizung beseitigt (dies ist meist ein Bandscheibenvorfall), sondern das Symptom Schmerz behandelt. In vielen Fällen kann die Reizung der Wurzel durch die Wirkung der Medikamente gelindert und beseitigt werden.

Voraussetzungen einer erfolgreichen PRT

Zwei Voraussetzungen sind für den Erfolg dieser Behandlung von Bedeutung. Zum einen muss vorab sichergestellt sein, dass die Reizung der zu behandelnden Wurzel auch wirklich die Ursache der Schmerzen oder der Missempfindungen ist.  Hierbei müssen die aktuellen MRT-Bilder einer LWS-Untersuchung mit den Befunden einer orientierenden neurologischen Untersuchung und den subjektiv geschilderten Symptomen übereinstimmen. Deshalb werden Sie vor der Entscheidung über die Zweckmäßigkeit der PRT bei und gründlich befragt und untersucht.

Zum anderen müssen die Medikamente wirklich an der richtigen Stelle eingebracht werden. Hierbei benutzen wir die sogenannte MR-Fluoroskopie: Bei der Positionierung und bei Vorschieben der Injektionsnadel werden ständig (alle 3 Sekunden) Bilder angefertigt, welche die Lage der Nadel auf ihrem Weg bis zur Nervenwurzel am Austrittsloch aus der LWS  zeigen.

Durchführung der PRT

Der Eingriff erfolgt nach vorheriger Aufklärung und Einholung des Einverständnisses des Patienten.
Der Patient/ die Patientin wird auf der erkrankten Seite bequem gelagert. Nach orientierenden Messungen im Magneten wird die Höhe der Punktion durch den Radiologen auf der Haut markiert. Nach mehrfacher Hautdesinfektion und sterilem Abdecken wird dann die Nadel, die aus einer speziellen Metalllegierung besteht (nicht aus Stahl, dies würde zu Bildstörungen in dem Magnetfeld führen), langsam unter Sicht vorgeschoben. Durch die offene Bauart kann der Radiologe dabei direkt im Magneten arbeiten. Nach Erreichen und Dokumentation der richtigen Nadelposition erfolgt die Injektion der Medikamente.
Je nach Einsetzen und Anhalten eines Behandlungserfolges kann der Eingriff  mehrfach wiederholt werden.

Allgemeine und seit Jahrzehnten bewährte Praxis ist es, diesen Eingriff unter Bildkontrolle in einem Computertomografen (CT) durchzuführen. Der Vorteil der MR-gestützten PRT liegt insbesondere in der Vermeidung einer Strahlenexposition. Insbesondere bei wiederholten PRTs, z.B. bei der Erkrankung jüngerer Patienten, ist dies ein erst zu nehmendes Argument (siehe weiterführende Literatur).

Wir halten die Methode für sehr effektiv, elegant, sicher  und schonend und erreichen mit ihr gute Erfolge.

Adresse:

Wismarsche Str. 132—134
(im Ärztehaus GUSANUM®)
19053 Schwerin
Tel.: 0385 778836-0
Fax: 0385 778836-20
praxis(at)360mrt.de